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Ambivalenzen der Absicherung von Care-Arbeit durch das Unterhaltsrecht am Beispiel der Schweiz

ContributorsCottier, Michelleorcid
Published inCottier, Michelle ; Scheiwe, Kirsten ; Voithofer, Caroline (Ed.), Handbuch Sorgearbeit, Sorgebeziehungen und das Recht: Caring and the Law, p. 237-252
PublisherBerlin : Springer
Publication date2026
Abstract

Eine Funktion des Unterhaltsrechts als Teilbereich des Familienrechts ist potenziell der Ausgleich für Einkommenseinbußen aufgrund unbezahlter Kinderbetreuungs- und Haushaltsarbeit. Der Beitrag fragt danach, wie das Schweizer Unterhaltsrecht diese Funktion erfüllt, und zeichnet die Rechtsentwicklung seit der Eherechtsreform von 1988 nach. In dieser wie in nachfolgenden Reformen (Scheidungsrecht 2000, Kindesunterhaltsrecht 2017) wurden gesetzliche Instrumente geschaffen, die an sich geeignet wären, die negativen wirtschaftlichen Folgen der in Familien geleisteten unbezahlten Care-Arbeit auszugleichen, die aber in der Rechtsprechung nicht in diesem Sinn ausgelegt wurden. Stattdessen konnten sich bei der konkreten Festlegung von Unterhaltsbeiträgen formal-egalitäre Argumente durchsetzen, die die wirtschaftliche Eigenverantwortung trotz Kinderbetreuungspflichten betonen. Der Beitrag kommt zum Schluss, dass das Schweizer Unterhaltsrecht seine Ausgleichsfunktion nicht genügend erfüllt.

Citation (ISO format)
COTTIER, Michelle. Ambivalenzen der Absicherung von Care-Arbeit durch das Unterhaltsrecht am Beispiel der Schweiz. In: Handbuch Sorgearbeit, Sorgebeziehungen und das Recht: Caring and the Law. Cottier, Michelle ; Scheiwe, Kirsten ; Voithofer, Caroline (Ed.). Berlin : Springer, 2026. p. 237–252. doi: 10.1007/978-3-662-72879-6_12
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Book chapter (Published version)
Identifiers
ISBN978-3-662-72878-9
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Technical informations

Creation21/04/2026 07:31:32
First validation21/04/2026 07:33:05
Update21/04/2026 07:33:59
Status update21/04/2026 07:33:59
Last indexation21/04/2026 07:34:00
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